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Bereich Wohnen

Kinder und Jugendliche, welche während der Woche aus geografischen, psychosozialen oder familiären Gründen nicht zu Hause wohnen können, leben wärend der Schulzeit von Montag bis Freitag auf einer Wohngruppe im Kinderdorf. Eltern können wahlweise für ein ganzes Schuljahr wählen, wie viele Nächte pro Woche (1-4) ihr Kind im Internat übernachtet (Internat à la carte). Sofern das Bedürfnis vorliegt und auf Wunsch von Seiten der zuweisenden Instanzen und der Eltern kann das Departement für Erziehung, Kultur und Sport (DEKS) unter Absprache mit dem Amt für Kindesschutz, die Öffnung auch für Wochenenden bewilligen.

Die Wohngruppen sind überblickbare Lebensgemeinschaften, welche nach familienähnlichen Strukturen aufgebaut sind. In einer realitätsnahen Atmosphäre gestalten und bewältigen die Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit einem Team von Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen sowie Praktikanten den Alltag und das Zusammenleben in einem zuverlässigen und strukturierten sozialen Um- und Lernfeld.

Die Kinder und Jugendlichen lernen, alltägliche Verrichtungen selbstständig auszuführen, die Freizeit sinnvoll zu gestalten und soziale Beziehungen zu pflegen. Neben der individuellen Förderung nimmt das Zusammenleben in der Gruppe einen hohen Stellenwert ein. Durch die Mitbeteiligung und Kooperation der Kinder und Jugendlichen im täglichen Zusammensein fördern wir die sozialen und kommunikativen Kompetenzen sowie die Eigeninitiative. Die Freizeitgestaltung und gruppenübergreifenden Aktivitäten innerhalb des Kinderdorfes aber auch die Unterstützung bei Tätigkeiten ausserhalb des Kinderdorfes fördern die soziale Integration.

   

Die Sozialpädagogen begleiten einzelne Kinder und Jugendliche in der Einzelförderung. Gemeinsam mit den Schulischen Heilpädagogen werden die Ziele bestimmt. Nach einem halben Jahr findet eine Auswertung statt.

 Mögliche Themen sind:

- das Lern- und Arbeitsverhalten
- die Motivation
- das Sozialverhalten
- die Ausdrucksfähigkeit: Sprache/ Kommunikation
- die Gefühlswelt
- Lebenskundliche Themen: Mein Körper, Ich als Mann/als Frau,  …
- Das Aneignen/Üben von lebenspraktischen Fähigkeiten: Zug fahren / Einkaufen / …
- ...

Da unsere Konzepte auf die die schulische, soziale und die psychisch-emotionale Förderung der Kinder und Jugendlichen ausgerichtet sind, ist eine kooperative Zusammenarbeit aller Teams untereinander und mit den Eltern oder den gesetzlichen Vertretern eine zentrale Aufgabe. Im Bedarfsfall werden weitere Fachstellen, Dienste oder Institutionen ausserhalb der Institution in die pädagogische Arbeit miteinbezogen.

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wird für jedes Kind oder Jugendlichen ein individueller Förderplan erarbeitet, und die Ziele werden laufend überprüft und aufeinander abgestimmt.